Veranstaltungsdokumentation

Ein Beteiligungsworkshop auf Einladung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration mit Fachimpulsen „Sprache öffnet Türen: Gesamtkonzept des Landes Hessen zur sprachlichen Bildung und Förderung im Elementar- und Primarbereich“ am 9. November 2015 in Frankfurt am Main stellte den von dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und dem Hessischen Kultusministerium erstellten Entwurf des Gesamtkonzeptes des Landes zur sprachlichen Bildung und Förderung im Elementar- und Primarbereich einer ausgewählten Fachöffentlichkeit vor und eröffnete den fachlichen Diskurs.

Beteiligungsworkshop mit Fachimpulsen:

„Sprache öffnet Türen: Gesamtkonzept des Landes Hessen zur sprachlichen Bildung und Förderung im Elementar- und Primarbereich“ am 9. November 2015 in Frankfurt am Main

Ein Beteiligungsworkshop auf Einladung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration mit Fachimpulsen „Sprache öffnet Türen: Gesamtkonzept des Landes Hessen zur sprachlichen Bildung und Förderung im Elementar- und Primarbereich“ am 9. November 2015 in Frankfurt am Main stellte den von dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und dem Hessischen Kultusministerium erstellten Entwurf des Gesamtkonzeptes des Landes zur sprachlichen Bildung und Förderung im Elementar- und Primarbereich einer ausgewählten Fachöffentlichkeit vor und eröffnete den fachlichen Diskurs.

Sprachkompetenz ist eine der wichtigsten Grundlagen für die Bildungschancen von Kindern, für Chancengerechtigkeit und Teilhabe.

In Abstimmung mit dem Hessischen Kultusministerium wurde den Hessischen Spitzenverbänden erstmals am 14. September 2015 zum Runden Tisch Kinderbetreuung das „Gesamtkonzept des Landes Hessen zur sprachlichen Bildung und Förderung im Elementar- und Primarbereich“ vorgelegt, das die einzelnen Maßnahmen und Vorhaben des Landes zusammenfasst.

Das Konzept ist in einem langen Diskussionsprozess entstanden. Es enthält u.a. Schlussfolgerungen, die das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und das Hessische Kultusministerium aus den skizzierten fachpolitischen und fachlichen Positionierungen und wissenschaftlichen Befunden ziehen. Sie stellen eine Art „Selbstverpflichtung des Landes“ in dem Bereich der sprachlichen Bildung und Förderung dar.

Ziel ist, auf der Grundlage von Wertschätzung und Anerkennung, das Selbstkonzept des Kindes und seine Kompetenzen zu stärken. Alltagsintegrierte sprachliche Bildung ist Voraussetzung für einen inklusiven, dialogischen, ko-konstruktiven Ansatz, wie er im Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) beschrieben ist. Sie impliziert daher eine Kultur der Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und ihren Eltern, die sich in allen Bildungseinrichtungen wiederfindet. Die Hessische Landesregierung bekennt sich in diesem Gesamtkonzept ausdrücklich zu ihrer Aufgabe, auch Kinder aus Flüchtlingsfamilien, Spätaussiedler und Zugewanderte in Hessen optimal zu fördern und sie auf eine soziale und berufliche Integration in die Gesellschaft vorzubereiten.

Die vorliegende Fassung vom 01.09.2015 gibt den jetzigen Stand der Diskussion wieder.

Wie bereits beim Runden Tisch angekündigt, wurde in einer als Workshop mit fachlichen Impulsen konzipierten Veranstaltung den hessischen Spitzenverbänden, Trägervertretungen, Fachberatungen und weiteren Expertinnen und Experten Gelegenheit gegeben, vertieft miteinander das Gesamtkonzept unter bestimmten Aspekten zu beraten und Rückmeldungen an das Land zu geben.

Einführend erörterten Prof. Dr. Steffi Sachse (Pädagogische Hochschule Heidelberg) und Dr. Franziska Egert (TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Ulm) das Konzept der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung und dessen Verknüpfung mit kompensatorischen/additiven Sprachförderangeboten. Die Präsentationen der Wissenschaftlerinnen stehen unterhalb des Textes als Download bereit.

Im Anschluss wurde das Gesamtkonzept des Landes Hessen zur sprachlichen Bildung und Förderung im Elementar- und Primarbereich (Stand 01.09.2015) vorgestellt.

Am Nachmittag gab es Gelegenheit, die Inhalte des Gesamtkonzeptes in vier moderierten Workshops zu diskutieren, zu beraten und Rückmeldungen/Empfehlungen für die weitere Überarbeitung zu formulieren.