Fachtag Sprache

Im Rahmen der ganztägigen Fachtagung „Alltagsintegrierte sprachliche Bildung und der BEP – (wie) passt das? – Anschlussfähige Bildungskonzepte sichern“ zeigten mit Dr. Michaela Hopf (Deutsches Jugendinstitut München), Julia Held (Staatsinstitut für Frühpädagogik München), Prof. Dr. Steffi Sachse (Pädagogische Hochschule Heidelberg) und Prof. Dr. Anja Wildemann (Universität Koblenz-Landau) vier Wissenschaftlerinnen aus ihren unterschiedlichen Forschungsbezügen das Konzept der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung und dessen Beziehung zum BEP auf.

Fachtagung „Alltagsintegrierte sprachliche Bildung und der BEP – (wie) passt das? - Anschlussfähige Bildungskonzepte sichern“ am 17.03.2015 in Frankfurt am Main

Hessen hat mit dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) die bildungstheoretische Voraussetzung dafür geschaffen, dass alle Kinder der Altersstufe von 0 - 10 Jahren gleichermaßen nach ihren individuellen Voraussetzungen bestmöglich gefördert werden können. Die Aufgaben der sprachlichen Bildung und Förderung sind dabei in allen Bildungsbereichen und an allen Bildungsorten relevant. Spracherwerb und Sprachkompetenz sind eine grundlegende Voraussetzung für die emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern und eine Schlüsselqualifikation für schulischen und späteren beruflichen Erfolg. Alltagsintegrierte sprachliche Bildung ist dabei die Voraussetzung für einen inklusiven, dialogischen, ko-konstruktiven Ansatz, wie er im BEP beschrieben ist. Sprachliche Bildung hat auch die Aufgabe, das Selbstkonzept des Kindes und seine Kompetenzen zu stärken. Das Kind muss spüren, dass es wertgeschätzt, anerkannt und geliebt wird und auf dieser Grundlage auch erfahren, dass es „selbstwirksam“ sein kann.

Alltagsintegrierte sprachliche Bildung impliziert daher eine echte Kultur der Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und ihren Eltern, die sich auch im Konzept der verschiedenen Bildungsorte, wie zum Beispiel Kindertagesstätte und Grundschule, wiederfindet. In diesem Kontext stellen sich viele Fragen und wichtige Themen für den Elementar- und Primarbereich. Diesen Fragen wurde im Rahmen der Fachtagung „Alltagsintegrierte sprachliche Bildung und der BEP – (wie) passt das? - Anschlussfähige Bildungskonzepte sichern“ nachgegangen, zu der das Hessische Ministerium für Soziales und Integration am 17. März 2015 ins Tagungshaus „Ka Eins“ in Frankfurt am Main eingeladen hatte. Die Einladung zu der Veranstaltung stieß auf eine sehr große Resonanz. Rund 150 Teilnehmende kamen zusammen, darunter Leitungskräfte im Elementar- und Primarbereich, Fachberatungen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren des BEP, Fachkräfte in der Aus- und Fortbildung, Trägervertretungen und weitere an dem Thema Interessierte. Auf der Fachtagung erörterten Dr. Michaela Hopf (Deutsches Jugendinstitut München), Julia Held (Staatsinstitut für Frühpädagogik München), Prof. Dr. Steffi Sachse (Pädagogische Hochschule Heidelberg) und Prof. Dr. Anja Wildemann (Universität Koblenz-Landau) das Konzept der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung und deren Beziehung zum BEP. Zusätzlich bot der Fachtag am Nachmittag die Gelegenheit, in drei moderierten Workshops die Inhalte der Vorträge mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Expertenforums zu vertiefen, um für Hessen weitere Ansatzpunkte für ein Fortbildungskonzept und gute Praxis in Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und anderen Bildungsorten zu gewinnen.

Die Vorträge und Präsentationen der Wissenschaftlerinnen sowie die Ergebnisse der Workshops stehen als Download bereit.

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