Vielfalt in Kitas - inklusive Bildung im Sozialraum

Hessen startete Ende 2015 das Projekt „Vielfalt in Kitas - inklusive Bildung im Sozialraum“ - ein gemeinsames Projekt des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS).

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Kinder betrachten einen Globus

Die Basis

Eines der wichtigsten Ziele der UNESCO - und dies ist auch Grundlage des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) - ist es, anzuerkennen, dass jedes Kind einzigartig ist. Um sicherzustellen, dass tatsächlich alle Kinder den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung erhalten und ihre individuellen Potenziale entfalten können, bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes und einer „inklusiven Pädagogik“. Hessen hat daher ein Modellprojekt mit der DKJS initiiert und an 23 Modellstandorten hessenweit verortet.

Kindertageseinrichtungen und Ihre Netzwerkpartner werden bei der Entwicklung eines inklusiven Handlungskonzeptes unterstützt und können die kostenfreien BEP-Fortbildungsangebote des Landes hier nutzen. Es wird ein erweiterter Inklusionsbegriff zugrunde gelegt, der die Wertschätzung der Verschiedenheit von Mädchen und Jungen, von Kindern mit unterschiedlichen Befähigungen und Behinderungen sowie unterschiedlicher sozialer Herkunft in den Mittelpunkt stellt.

Die DKJS begleitet 23 Kindertageseinrichtungen in Hessen (träger- und ortsübergreifend), gemeinsam mit ihren (entstehenden) kommunalen Netzwerken (z.B. Jugendamt, Grundschulen, Fachberatung, Träger- und Kommunalvertreter, Kindertagespflegepersonen, Eltern, Frühförderstellen) Ideen, Konzepte und Strategien inklusiver Pädagogik zu entwickeln. An jedem Standort setzt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung eine professionelle Prozessbegleitung ein, die Kitas und ihre lokalen Netzwerke bei der individuellen Bedarfs- und Zielklärung, bei der Entwicklung einer Vision und von Umsetzungsschritten zur Zielerreichung unterstützt.

In der Projektumsetzung arbeitet die DKJS mit einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, des Hessischen Kultusministeriums, den Spitzenverbänden in Hessen sowie weiterer Expertinnen und Experten zusammen.