Philosophie und Grundlagen des Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP)

Hessen hat das Thema „Frühe Bildung“ schon sehr früh aufgenommen und sich den Herausforderungen gestellt, die die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen mit sich bringen. Hierzu hat Hessen in den vergangenen Jahren mit dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.

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Kinder betrachten einen Globus

Der Bildungs- und Erziehungsplan reiht sich ein in einen vielfältigen Maßnahmenkatalog der Hessischen Landesregierung, der von der Zielsetzung geprägt ist, Hessen als Bildungsland zu stärken.

Welches Verständnis von Bildung liegt dem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen (BEP) zugrunde?

Bildung wird verstanden

  • als ein lebenslanger Prozess, in dem die ersten zehn Lebensjahre die lernintensivsten und entwicklungsreichsten sind,
  • als ein sozialer Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen,
  • als Entwicklungsprozess in einem sozialen und kulturellen Kontext,
  • als ganzheitliches Konzept, das Wissen ebenso wie Werte und Erziehungsprozesse umfasst.

Was umfasst der BEP?

Die Beschreibung der Bildungs- und Erziehungsziele

Es geht um die Stärkung der Basiskompetenzen von Kindern wie Verantwortungsübernahme, Kooperationsfähigkeit, Kreativität und den Umgang mit individuellen Unterschieden und kultureller Vielfalt.

Die Beschreibung der Inhalte

Die Stärkung der kindlichen Entwicklung steht im Vordergrund. Die Schwerpunkte sind dabei

  • starke Kinder,
  • verantwortungsvoll und wertorientiert handelnde Kinder,
  • kommunikations- und medienkompetente Kinder,
  • Kinder beim aktiven Lernen, Forschen und Entdecken,
  • Kinder als kreative und fantasievolle Künstlerinnen und Künstler.

Die Beschreibung des Bildungsverlaufs

Kinder erleben im Laufe der ersten Jahre verschiedene Übergänge, so z. B. von der Familie in die Kindertageseinrichtung, die Kindertagespflege und später in die Grundschule. Diese besonderen Situationen und Lernabschnitte werden eingehend beobachtet. Es werden bildungsortübergreifend ineinandergreifende und aufeinander aufbauende pädagogische Konzepte entwickelt, um Kinder dabei bestmöglich begleiten und unterstützen zu können.

Was ist bei der Arbeit mit dem BEP besonders wichtig?

  • die altersangemessene Beteiligung der Kinder,
  • eine mit den Eltern entwickelte Bildungspartnerschaft,
  • kollegiale Teamarbeit, die Verzahnung und Kooperation aller Bildungsorte,
  • die Einbeziehung aller an der Bildung Beteiligten.